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Solarstromerzeugung und Lärmschutz in einem gemeinsamen Projekt
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| Freising - Vor rund zehn Jahren brachte SONNENKRAFT
FREISING E. V. erstmals die Idee
ins Spiel, an der Autobahn A 92 bei Freising-Lerchenfeld einen Lärmschutz
mittels einer Photovaltaikanlage zu errichten. Inzwischen ist aus
diesem Gedankenspiel eine konkrete Realität geworden, die in ihrer
Dimension wohl auch die kühnsten Vorstellungen der einstigen Freisinger
Solarpionere übertrifft. Am 4. Oktober 2003 wurde die Photovoltaik-Lärmschutzwand
als weltweit größte Anlage ihrer Art feierlich eingeweiht.
Projektkoordinator ist Europas größter Solarmodul-Hersteller, das spanische Solarunternehmen Isofoton. Es lieferte neben 1080 Standardmodulen vom Typ I-50, (150 Wp) auch 6.750 Sondermodule (Typ I-50 CER je 50 Wp) in einer besonderen, dem Schallschutz dienenden Keramikbauweise. Diese so genannten CER-Module bestehen aus einer weißen Keramik-Trägerpatte und einer klarsichtigen Tedlar-Folie mit 36 einlaminierten monokristallinen Solarzellen. Jeweils 30 Module in Serie geschaltet bilden einen Strang. Entlang des mehr als einen Kilometer langen Erdwalls, auf dem die Anlage errichtet wurde, stehen acht Einhausungen in denen insgesamt zwölf Wechselrichter vom Typ SunPower SP 40000 untergebracht sind. Dadurch konnte die von den Stadtwerke Freising Versorgungs GmbH als Bauherren und künftigen Betreiber mit der Ausführung betraute Firma Gehrlicher – Umweltschonende Energiesysteme GmbH den Verkabelungsaufwand in Grenzen halten. In die Wechselrichter wurden Datenlogger zur Fernüberwachung integriert. Vier Silizium-Strahlungssensoren messen ständig die aktuelle Sonneneinstrahlung und das Temperaturverhalten der CER-Module, die in die Datenerfassung mit einfließen. Als deutsch-spanisches Forschungsprojekt war der „great deal along the highway“ (Pietro Menna, Europäische Union) förderungswürdig im 5. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union, die dann auch den Löwenanteil der Kosten (Auftragsvolumen insgesamt 3,75 Millionen Euro) übernahm. „In Bayern sammeln sich die Rekorde“, erklärte dementsprechend der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu bei der feierlichen Einweihung der Anlage und nannte in einer Reihe mit der Freisinger Photovoltaik-Schallschutzwand den weltweit größten Solarpark in Hemau, die weltweit größte Photovoltaik- Aufdachanlage auf der Neuen Messe und die weltweit größte Flughafensolaranlage auf dem neuen Terminal 2 am Münchner Airport. Als Gründe führte der Minister die guten klimatischen Bedingungen unter dem weiß-blauen Himmel an. Bayern gehöre nicht nur zu den sonnenreichsten Bundesländern, die bayerische Spitzenposition sei in erster Linie auch auf das Engagement der den Erneuerbaren Energien aufgeschlossenen bayerischen Bevölkerung zurück zu führen. |
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